Finanzkraft/Finanzberatung für Selbstständige
    Zielgruppe · Selbstständige & Freiberufler

    Finanzberatung für Selbstständige

    Kein Arbeitgeberzuschuss, keine automatische Vorsorge, schwankende Einnahmen: Selbstständigkeit verlangt eine Struktur, die auch in schwachen Monaten trägt.

    Kurzdefinition

    Finanzberatung für Selbstständige heißt, vier Fragen in einer Reihenfolge zu beantworten: Wie ist das Einkommen abgesichert, wie ist die Krankenversicherung langfristig aufgestellt, wie groß ist die Rücklage für schwankende Monate und Steuervorauszahlungen, und wie wird ohne gesetzliche Rente planmäßig Vermögen für den Ruhestand aufgebaut.

    Die Themen, um die es wirklich geht

    01

    Reihenfolge vor Produkt

    Erst Rücklage, dann Einkommensabsicherung, dann Vorsorge und Vermögensaufbau. Wer diese Reihenfolge umdreht, muss Verträge in schlechten Monaten kündigen – meist mit Verlust.

    02

    Krankenversicherung mit Weitblick

    GKV freiwillig oder PKV ist bei Selbstständigen keine Preisfrage, sondern eine Entscheidung über Jahrzehnte: Familienplanung, Einkommensverlauf, Beitragsentwicklung im Alter und Krankentagegeld gehören in dieselbe Rechnung.

    03

    Einkommen absichern

    Ohne Lohnfortzahlung zählt jeder Krankheitstag. Krankentagegeld ab dem passenden Tag und eine Berufsunfähigkeitsabsicherung mit belastbaren Bedingungen sind die beiden Bausteine, die deine Selbstständigkeit überhaupt planbar machen.

    04

    Altersvorsorge ohne Arbeitgeber

    Basisrente, Depot, Immobilie oder Versorgungswerk – entscheidend sind Steuersatz, Flexibilitätsbedarf und Zeithorizont. Häufig ist eine Kombination sinnvoll, mit einem flexiblen Kern und einem steuerlich wirksamen Teil.

    05

    Rücklagen und Steuerpuffer

    Neben der privaten Reserve braucht es einen getrennten Topf für Umsatzsteuer und Einkommensteuer-Vorauszahlungen. Erst was darüber hinausgeht, wird investiert.

    06

    Mitwachsende Verträge

    Einkommen verändert sich. Beitragspausen, Dynamik und Nachversicherungsgarantien sind deshalb wichtiger als der letzte Euro Beitragsunterschied.

    So läuft die Zusammenarbeit

    Grundlage ist das Finanzkraft-System – ein vierstufiger Prozess vom Kennenlernen bis zum jährlichen Review. Transparenz zur Vergütung gehört von Anfang an dazu.

    1. 01Analyse: Einnahmen, Fixkosten, bestehende Verträge, Ziele.
    2. 02Kennzahlen: Reservebedarf, Absicherungslücke, notwendige Sparquote.
    3. 03Struktur: Absicherung zuerst, danach Vorsorge und Anlage.
    4. 04Digitale Umsetzung und jährliches Review, wenn sich Einkommen oder Lebenslage ändern.

    Häufige Fragen

    Lohnt sich die PKV für Selbstständige?

    Häufig ja – aber nicht automatisch. Für einen dauerhaft hohen, stabilen Gewinn und guten Gesundheitszustand bietet die PKV meist mehr Leistung zu kalkulierbarem Beitrag. Gegen sie sprechen schwankende oder niedrige Einkünfte, Kinderwunsch mit mehreren Kindern und der Wunsch nach maximaler Flexibilität, weil jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag zahlt. Entscheidend ist die Rechnung über die gesamte Laufzeit inklusive Beitragsentwicklung im Ruhestand, nicht der Einstiegsbeitrag.

    Wie viel sollte ich als Selbstständiger für die Altersvorsorge zurücklegen?

    Als Orientierung 15–25 % des Nettoeinkommens, wenn keine gesetzliche Rente oder ein Versorgungswerk vorhanden ist. Die belastbare Zahl ergibt sich aus deiner Zielrente, dem geplanten Renteneintritt und der Inflation – wir rechnen sie kaufkraftbereinigt auf dein Zieljahr, statt mit einer Faustregel zu arbeiten.

    ETF-Sparplan oder private Altersvorsorge?

    Der ETF-Sparplan ist für viele der richtige Kern: kostenarm, flexibel, jederzeit anpassbar. Eine zusätzliche Vorsorgeschicht lohnt sich vor allem, wenn dein Steuersatz hoch ist und du Kapital bewusst bis zum Ruhestand binden willst. Sinnvoll ist meist die Kombination – Flexibilität im Depot, Steuerwirkung in der Vorsorge.

    Wie funktioniert eine anonyme Risikovoranfrage?

    Ich frage bei mehreren Gesellschaften an, ohne deinen Namen zu nennen: geschildert werden nur Beruf, Alter und die relevanten Gesundheitsdaten. Du erhältst Rückmeldungen zur Annahme, zu Risikozuschlägen oder Ausschlüssen, ohne dass eine Ablehnung in Datenbanken dokumentiert wird. Erst danach entscheidest du, wo ein echter Antrag gestellt wird.

    Autor: Harry William Kraft · Ungebundener Versicherungsmakler (§ 34d Abs. 1 GewO) · Stand: März 2026 · Allgemeine Orientierung, keine Steuer- oder Rechtsberatung

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